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Forschungsanlage
Im Jahr 2005 haben wir zur Untersuchung neuer Produktionsbedingungen in der Architektur eine flexible Fertigungseinrichtung auf der Basis eines Industrieroboters aufgebaut. Dieser bewegt sich auf einer linearen Achse von sieben Metern Länge und hat eine Reichweite von drei Metern. Dadurch ist er in der Lage, grössere Bauteile 1:1 zu erstellen oder zu bearbeiten. Der Roboter wird direkt mit den im Entwurf erstellten Daten angesteuert. Zudem arbeitet er je nach Aufgabe mit unterschiedlichen Werkzeugen. Der Einbezug konstruktiver, herstellungs- und materialtechnischer Aspekte im Entwurfsprozess ermöglicht es, diese Freiheitsgrade für die Architektur nutzbar zu machen.
Im Frühjahr 2011 erweiterten wir unsere Forschungsanlage durch drei Modellbauroboter. Die Maschinen operieren in einem Radius von 80cm und ermöglichen sowoh die Simulation neuer Fabrikationskonzepte im kleinen Massstab, als auch die Bearbeitung und Fügung kleinerer Bauteile im Massstab 1:1. Die Integration der Maschinen in die akademische Lehre erlaubt den Studierenden, eigenständig neue Entwurfs- und Materialisierungskonzepte zu entwickeln und zu testen. Diese Konzepte umfassen sowohl die Entwicklung von Softwaretools als auch die Entwicklung mechanischer robotergesteuerter Werkzeuge zur Bearbeitung verschiedenster Materialien. Die Entwicklung und Herstellung dieser material- und prozessspezifischen Werkzeuge wird somit zum Bestandteil des architektonischen Entwurfskonzepts.

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